Musikvereine aus Oberndorf und Langenau feiern Freundschaftsjubiläum

Mit einem zünftigen Oktoberfest haben der Musikverein Oberndorf und der Musikverein Langenau ihre 50-jährige Freundschaft gefeiert. Zahlreiche Jossgründer waren der Einladung in den herbstlich geschmückten Saal des Bürgerhauses gefolgt. Für beste Stimmung sorgte die Maröüder Blaskapelle unter der Leitung von Florian „Flobbes“ Gerhard, nachdem die „Wirtshäusler“ den Abend musikalisch eröffnet hatten.

Oktoberfest 50 Jahre Freundschaft mit Langenau

„50 Jahre Freundschaft sind ein wertvolles Gut“, betonte Daniela Klimmer, Vorsitzende des Musikvereins Langenau, in ihrer Begrüßungsansprache. Dabei war bis vor einigen Monaten gar nicht sicher, ob es das Jubiläum überhaupt geben würde. „Wir standen im Februar dieses Jahres beinahe vor der Auflösung“, berichtete Klimmer. Der Verein verfüge derzeit über kein aktives Blasorchester. Einige Engagierte hatten sich damit nicht abfinden wollen und möchten den Verein nun wiederbeleben. Dabei setzen sie vor allem auf die Jugendausbildung. „Inzwischen haben wir wieder sechs Jungmusiker in Ausbildung und eine Flötengruppe mit 15 Kindern“, so Klimmer.

Die anschließende Fotopräsentation, die Karin Trefzer zusammengestellt hatte und die auf der großen Leinwand gezeigt wurde, ließ die vergangenen 50 Jahre Revue passieren und die aufmerksamen Besucher in Erinnerungen schwelgen. Begonnen hatte alles mit einer Anzeige in der Zeitschrift des Alemannischen Musikverbandes: „Junger Musikverein aus dem Spessart sucht Verbindung mit einem Verein im südlichen Schwarzwald“. Die Vorsitzenden Hermann Schmitt (Langenau) und Hermann Rübsam (Oberndorf) arrangierten nach einem Briefwechsel das erste Treffen 1969 in Langenau. Seither haben viele gegenseitige Besuche stattgefunden und persönliche Freundschaften zwischen Mitgliedern und Familien haben sich entwickelt.

Die Oberndorfer hatten die Freunde aus Langenau am frühen Samstagnachmittag mit dem Marsch „Hoch Badnerland“, der inoffiziellen Landeshymne Badens, herzlich empfangen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Matthias Bien wurde zunächst auf dem Friedhof der Verstorbenen beider Vereine gedacht.

Nach dem Frühschoppen am Sonntagmorgen wurde auf dem Franz-Korn-Platz noch gemeinsam musiziert, ehe die Gäste schon wieder die Heimreise antraten. Die Oberndorfer hoffen bereits auf die nächste Einladung aus Langenau, dann vielleicht wieder einmal mit einem gemeinsamen Konzert.