Sinfonisches Blasorchester des Musikvereins Oberndorf spielt gemeinsames Open Air mit Rockband - 850 begeisterte Zuschauer fordern Zugabe

Jossgrund (ac). Mit "We will rock you" begann das Open Air des Musikvereins Oberndorf (MVO). Die Mitwirkenden hielten ihr musikalisches Versprechen: Sie bereiteten den etwa 850 Besuchern einen unvergesslichen Sommerabend und begeisterten mit legendären Titeln aus Soul, Funk, Rock, Pop und Jazz, sowie außergewöhnlichen Arrangements und hervorragenden Solisten. In Scharen strömten die Zuhörer auf den Festplatz am Ortsrand von Oberndorf und nahmen entweder auf der "grünen Tribüne" oder auf Bänken Platz. Ein paar Regentropfen zwischendurch raubten niemand die gute Laune und verzogen auch schnell wieder.

Im Vorprogramm war die Oberndorfer Band "Lumberjack" zu hören, die auf das musikalische Aufeinandertreffen einer klassischen Rockband mit einem sinfonischen Blasorchester einstimmte. Und was die Rockband - Andreas Weismantel (Gitarre), Michel Christ (Gitarre), Guido Seib (Keyboard), Bernhard Grob (Bass) und Daniel Grob (Schlagzeug) mit "50-köpfigem Bläsersatz", umfangreichem Schlagwerk unter der Leitung von Dirigent Jens Weismantel bot, war abwechslungsreich und ein Klangerlebnis der besonderen Art. Dem Publikum gefiel es ausgesprochen gut und Musikkenner zeigten sich beeindruckt. "Präzise Einsätze trotz der großen Anzahl von Musikern und des schnellen Rhythmus'. Auch Sound und Lautstärke sind perfekt aufeinander abgestimmt", lautete das Lob aus berufenem Munde. Für besonderen Hörgenuss sorgten Carmen Schukert, Diana Desch, Christina Haberkorn, Petra Weismantel, Stefan Bien sowie Andreas und Jens Weismantel, die für den Gesang zuständig waren - mal temperamentvoll, mal mit viel Gefühl, jedoch immer mit sichtlichem Vergnügen und großer Leidenschaft für die Musik. Gänsehaut und ein Meer von Feuerzeugen gab es bei "Hard to say I'm sorry", interpretiert von Jens und Andreas Weismantel. Die Zuhörer klatschten immer wieder begeistert mit, tanzten zu "Let's Groove" oder "Soul Finger", genossen Klassiker wie "Music" und ließen das faszinierende "Children of Sanchez" aus sich wirken. Stefan Bien überzeugte als Solist an Sopran-Saxophon und Blaswandler und zeigte in "Spinning wheel" gemeinsam mit Dirigent Weismantel wie eine Nasenflöte klingt.

Unter den Zuschauern waren wohl viele "Deep Purple"-Fans. Für "Smoke on the water" und die übrigen Titel des Instrumental-Medleys - in dem vor allem die Rockband glänzte - gab es nämlich besonders viel Applaus. Außerdem zu hören waren Stücke von "Alan Parsons Projekt" und Jazzlegende Jos Zawinul. Am Ende gabe es großen Beifall und natürlich ließ das Publikum die Mitwirkenden nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Ein überaus zufriedener Jens Weismantel stellte anschließend eine Wiederholung im kommenden Jahr in Aussicht.

(Gelnhäuser Tageblatt - 04. August 2008)