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Gespielt wird ab 18.25 Uhr in der Deutelbacher Straße

7. „Die Gedanken sind frei“

Um 1780 wurde der Text zum ersten Mal auf Flugblättern veröffentlicht. Im Zeitraum zwischen 1810 und 1820 entstand die Melodie dazu, und das Lied wurde in der Sammlung Lieder der Brienzer Mädchen in Bern gedruckt. Im Jahr 1842 wurde das Lied in Schlesische Volkslieder von Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter veröffentlicht,[1] diese letzte Version stammt von Hoffmann von Fallersleben. Die grundlegende Philosophie ist bereits aus der Antike bekannt.[2] Das Kernmotiv des späteren Liedtextes findet sich schon im 13. Jahrhundert unter anderem bei Freidank. Immer wieder war das Lied in Zeiten politischer Unterdrückung oder Gefährdung Ausdruck für die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit. Der Vater Sophie Scholls wurde Anfang August 1942 wegen hitlerkritischer Äußerungen inhaftiert. Sophie Scholl stellte sich abends an die Gefängnismauer und spielte ihrem dort einsitzenden Vater auf der Blockflöte die Melodie vor. Am 9. September 1948, auf dem Höhepunkt der Berlin-Blockade, hielt Ernst Reuter vor über 300.000 Berlinern vor der Ruine des Reichstagsgebäudes seine Rede, in der er an „die Völker der Welt“ appellierte, die Stadt nicht preiszugeben. Nach dieser Rede erklang spontan aus der Menge u. a. das Lied Die Gedanken sind frei. Auch in der tagespolitischen Auseinandersetzung gegen staatliche Überwachung und Restriktion wird das Lied häufig gesungen. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gedanken_sind_frei)

8. „Mögen die Straßen uns zusammen führen“

... ist der Titel eines mehrstimmigen Chorliedes, welches auf der Textvorlage eines traditionellen irisch/keltischen Segensspruchs basiert. Der Urheber (Markus Pytlik) verwendete das Harmonieschema von Pachelbels „Kanon in D-Dur“, was wohl die Eingängigkeit und Beliebtheit des Liedes mitbeförderte. Das Werk entwickelt sich in den letzte Jahren zu einem gern aufgeführten Werk bei emotionalen Anlässen. Auch in der Coronakrise gilt es als Hoffnung bald wieder in der Gemeinschaft Zeit miteinander zu verbringen.